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QUASAR Relief 2001


 
von Jan Matejovsky

Vielleicht haben Sie in der letzten Saison einen Gleiter mit einem kleinen "Höhenruder" am Ende gesehen. In unseren Breiten konnte es sich dabei zu 99% um keinen anderen Gleiter als den QUASAR-Relief handeln.

Dieses "Höhenruder" wird auch Stabilisator genannt. Im normalen Flugbetrieb ist der Stabilisator schwimmend, d. h. es stellt sich von selbst der minimalste Anstellwinkel ein damit er möglichst den geringsten Luftwiderstand hat. Seine Arbeit beginnt in dem Augenblick, in dem dem Gleiter der Übergang in den "gedrückten Salto" droht. Die Stabilität des mastlosen Gleiters wird ebenso wie seine Leistungskapazität durch die Einstellung der Stützen und Wingtips bestimmt. Umso höher sie sind, desto selbststabiler ist der Gleiter, aber leider verliert er damit an Leistung. Das Finden der richtigen Position der Stützen um bei jedem Wetter zu funktionieren ist problematisch. Einige Wettkämpfer lösen das mit Hilfe während des Fluges einstellbarer Stützen. Im Gegensatz dazu erlaubt der Stabilisator bei Quasar eine sehr leistungsfähige Abstimmung des Gleiters mit garantierter Sicherheit. Weil der Stabilisator an einer verhältnismäßig langen Strebe befestigt ist, genügt ihm ein verhältnismäßig kleiner Anstellwinkel zur Erzeugung ausreichender Stabilisierungskräfte.

Seit dem Jahr 2000 bekam dieses Element eine zusätzliche Aufgabe. Ganz einfach, es wurde an ihm ein Steuerungsmechanismus befestigt, der es ermöglicht am Stabilisator einen Anstellwinkel bis 90 , also bis in die senkrechte Lage, einzustellen. Ein so eingestellter Stabilisator bremst verhältnismäßig wirkungsvoll, ohne dass sich seine Einstellung irgendwie auf die Steuerungseigenschaften auswirken würde. Der große Vorteil auf diese Art und Weise zu bremsen liegt in der Möglichkeit, bei Bedarf schnell und einfach das Bremsen zu unterbrechen. Diese Eigenschaft habe ich mit Erfolg beim Landen vor einer Kuhherde angewandt. Eine Thermik hob mich an und ich wäre zwischen den Kühen gelandet. Es genügte die Bremse zu lösen und bequem 100 m weiter zu landen.

Eine weitere technische Interessantheit, die wir an diesem Gleiter finden, sind verkleidete Spreizen. Sie befinden sich an einer Stelle beschleunigter Strömung. Bei einer Anzahl von 22 Stück wird durch dessen aerodynamische Form der Luftwiderstand  beeinflußt. Subjektiv habe ich geringere Geräusche des Gleiters wahrgenommen.

Für das Jahr 2001 hat die Firma QUASAR das neue Modell Relief 2001 vorbereitet. Das Konzept geht von dem erfolgreichen Modell Relief 2000 RX aus, welches sich bei hoher Leistung die hervorragenden Flugeigenschaften bewahrte. Änderungen gibt es in der bekannten erweiterten Anwendung von Kohlefaserteilen. Mit Hilfe von ...spir... aus Kohlefaserteilen und einer anderen Anordnung wurde das Profil der Flügel verbessert. Kohlefaserteile wurden auch für Stützen und wingtips verwendet. Das Ergebnis ist eine bessere Aerodynamik, höhere Starrheit und niedrigere Masse. Der Gleiter überrascht die Piloten mit einer sehr angenehmen Steuerung und Stabilität bei hoher Leistung. Angenehm kann mit ihm sowohl ein Tourist als auch ein Wettkämpfer fliegen.

Mit dem Gleiter Relief wird in diesem Jahr auch Pedro Nedoma, Bronzemedaillengewinner der tschechischen Meisterschaften und Mitglied der Nationalmannschaft, fliegen. So gelangt Relief bis nach Spanien und es wird die Möglichkeit geben, ihn mit Gleitern der Weltsspitze zu vergleichen.

Übersetzt von P. G. aus der Zeitschrift "Pilot"  LAA CR 04/2001
 


 

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